logoblogg.de • Elektrische Zigarette 

Samstag, 22.10.2005

okay, jatzt weiß ...

... dass ich die Fotos noch kleiner machen muss, ich übe noch ein bisschen und stelle dann mal ein paar schwedische Eindrücke in den blog! Ist sicher interessanter als nur zu lesen


ich übe das gerade mit den fotos ....

Foto  vom ersten Tag , warten auf die Schlüssel (zum Glück)...

Freitag, 21.10.2005

Praktikum 2

Ich habe nun zwei Wochen des Praktikums  hinter mich gebracht, von denen ich glatt die Hälfte nicht da war, weil ich 4 Tage krank war und einen Tag frei hatte. So hatte ich mir das nicht gedacht. Mein Aufgabenbereich vergrößert sich langsam und ich hoffe, dass sich im Laufe der Zeit irgendwann eine sinnvolle Tätigkeit daraus entwickelt. Gestern sollte ich eigentlich mit den Altenpflegerinnen mitlaufen, aber dann hatte mein Magen schon auf dem Weg zur Arbeit andere Pläne mit mir. Ich war kurz da und bin aber nach einer halben Stunde wieder gegangen. Heut ist es komischerweise alles viel besser. Ich will nicht sagen wie weggeblasen, aber ich habe den ganzen Tag über sinnvolle Dinge erledigen können und nicht nur im Bett rumgehangen.
Nächsten Dienstag fängt mein neuer Kurs an, er ist an der Ingenieurshochschule und richtet sich an allerhand Fachrichtungen, es geht um internationale und -kulturelle Kommuniaktion. Ich bin gespannt wie es wird.
Am letzten Wochenende war ich mit meiner Kontaktfamilie bei einem Hockeyspiel und danach hatten wir echt schwedisches Sonntagsessen. War sehr nett und sehr schwedisch!
Seit dem Wochenende hat es auch noch mal angefangen merklich früher dunkel zu werden. Innerhalb der der letzten Woche sind das sicher so 20-30 Minuten weniger Helligkeit abends. Aber das ist noch ganz gut zu ertragen. Wobei, vielleicht sollte ich schon mal präventiv mit dem Johanniskraut anfangen.
Dieses Wochenende werde ich es ein bisschen ruhig angehen lassen und mich ein bisschen erholen - ja, das ist nötig...;)
Ich schreibe wenn wenn der neue Kurs gestartet hat!!!

 
    

Dienstag, 11.10.2005

Praktikum

Gestern habe ich mein Praktikum begonnen in Kalgardens (alle a's eigentlich mit Kringel drauf) Äldreboende, also einem Altenheim. Der erste Tag war noch nicht so interessant und über alles was interessant war, darf ich aufgrund der Schweigepflicht nicht schreiben. Ich habe die (Personal-)Chefin den Tag über begleitet und viel Zeit habe ich einfach nur in ihrem Büro gesessen, ohne eine Aufgabe. Gegen Feierabend ( das Wort scheint es im Schwedischen nicht zu geben) habe ich ihr dann mitgeteilt, dass ich mich sehr freuen würde, wenn ich mich auch in irgendeiner Form aktiv betätigen könnte, das ist ja schließlich der Sinn eines Praktikums. Sie hat gesagt, dass sie das gut findet und ich dann ab morgen ordentliche Aufgaben kriege und im Laufe der Zeit die unterschiedlichen Berufsgruppen begleiten kann, um einen ganzheitlichen Eindruck von der Arbeit zu kriegen. Das klingt doch ganz gut. Heute habe ich frei, weil ich sie nicht begleiten kann und die Krankenschwestern nicht juhu geschriehen haben, als sie gefragt hat, ob jemand mich mal mitnehmen will. Ich werde mich wohl erst ein bisschen etablieren müssen.
Ansonsten hatte ich noch ein gutes Wochenende, war Laufen und Feiern, Brunchen und Aufräumen und  hab die Zeit genossen. Die Party war gut und ich hatte die Schicht, in der am wenigsten los war. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich das Praktikum entwickelt.

Samstag, 08.10.2005

Wieder im Süden

Seit vorgestern bin ich wieder in Jönköping und der Alltag hat mich wieder. Gestern morgen hatte ich mein Vorstellungsgespräch und es war sehr gemütlich. Ich werde am Montag bei der Kommune anfangen und dort in erster Linie mitlaufen und die verschiedenen Bereiche kennen lernen. Im Laufe der Zeit werde ich dann wahrscheinlich herausfinden, was mir am meisten zusagt und da dann im Januar nochmal vier volle Wochen arbeiten. Ich denke, dass es anlässlich der Diplomarbeit um ältere Leute und deren Einbindung in das System in Schweden gehen wird... Aber mal schauen.
Das Wetter hier ist immer noch irre gut, wir sind Mittwoch in Umea (wie gesagt ne Ecke nördlicher) im dünnen Pulli rumgerannt und in Stockholm kam ich mir sehr seltsam vor, als ich eine Winterjacke gekauft habe. Die Bäume färben sich langsam, aber die Sonne hat noch ganz schön viel Kraft. Genießen!!!
Stockholm war auf jeden Fall auch sehr schön und ist immer eine Reise wert! Dieses Wochenende ist ein große Party in Raslätt, auf der ich irgendwie arbeiten werde (vermutlich hinterm Tresen) und Sonntag ist dann immer großer Brunch mit dem Team. Ich bin gespannt.....

Samstag, 01.10.2005

Soviel zu "ich meld mich nach der Prüfung..."

Ich hatte eine angenehme mündliche Prüfung, bei der ich zu jedem Thema ein paar kleine schwedsiche Sätze gesagt habe und zumindest unter Beweis stellen konnte, dass ich kritsch mit den einzelnen Modellen, die wir besprochen haben, umgehe. Mehr oder minder direkt nach der Prüfung ist mein Computer so stark von irgendwelchen Viren angefressen gewesen, dass ich Windows neu installieren musste, was nicht funktioniert hat. Ich sitze jetzt an einem Computer in Umea im Norden Schwedens und bin hier für ein paar Tage zu Besuch. Meine Kurse sind echt ungünstig gelegen, denn ich habe erst wieder Ende Oktober was und versuche nun die Zwischenzeit gut zu überbrücken. Ich bin bis Donnerstag morgen in Umea, dann einen halben Tag in Stockholm und fahre dann zurück nach Jönköping, wo ich dann Freitag ein Vorstellungsgespräch habe. Für ein Praktikum. Ihr könnt also wieder Daumen drücken. Hier in Umea war heute ein richtig schöner Herbsttag mit ordentlich Sturm und ich habe es sehr genossen hier zu sein! Es ist auch schon ein bisschen kälter als in Jönköping. Das tolle an Schweden ist, dass man für etwas mehr als 30 Euro auf Inlandflügen standby fliegen kann.:) Das macht das Reisen erheblich schneller, günstiger und ermöglicht einem, seinen Eindruck von Schweden zu erweitern. Ab Montag muss Ulli, die Freundin bei der ich hier wohne, zur Uni und ich werde zusehen, dass zumindest den Schwedischkurs auch mal ausprobiere. Dann lern ich sogar noch eine andere Uni kennen... Bis bald!

Samstag, 24.09.2005

Grrrrrrr

Da schreib ich einen so schönen informativen wie amüsanten Text über die Geschehnisse hier und er kann nicht gebloggt werden, weil er keinen Titel aht. Kann mir das mal einer vorher sagen? Und warum klicke ich auf speichern und veröffentlichen, wenn er offentsichtlich nicht gespeichert wurde? So ein ... Fan, würde der Schwede sagen.
AUf jeden Fall ist der Aufsatz abgeschickt und ich habe MIttwoch den mündlichen Teil der Prüfung. Das wird spannend, denn da stellt sich mein Schwedisch dann auf die Probe!
Ansonsten habe ich endlich eine andere Matratze (man muss nur fragen) und schlafe wesentlich entspannter. Gestern haben wir einen großen Spieleabend organisiert. Ich habe, natürlich, nicht gespielt, aber habe die Musik gemacht und das war "jättekul" (heißt sehr cool)!
Am Wochenende ist diesmal kein großer Trip geplant ( ein paar verrückte Amerikaner fahren zum Oktoberfest) und das ist auch mal sehr entspannend. Ich melde mich spätestens nach der Prüfung!

Donnerstag, 22.09.2005

den första tentamen

Da ich seit heute Internet in meinem Zimmer habe, werde ich mich ab jetzt fleißiger um den blogg kümmern, d.h. ich werde auch konkretere Angeben über das Studium machen!
Mein erster Kurs ist fast beendet und ich bereite mich auf die Diskussion vor, die wir als Gruppe zu einem bestimmten Thema anhand eines Aufsatzes halten müssen. Das System in Schweden sieht so aus, dass Kurse über etwa 4 Wochen laufen und dann mit solch einer Prüfung abgeschlossen werden. Mein Vollzeitkurs fand max. dreimal pro Woche statt, 3-6 Stunden, für deutsch Verhältnisse also recht wenig! DAfür muss man ordentlich lesen. Auf schwedisch! Und seinen Teil zum obengenannten Aufsatz beitragen. Ich habe jetzt drei Tage in Folge daran gesessen, einen einigermaßen stimmigen schwedischen Aufsatz zu schreiben. Das kann frustig sein! Wer im nächsten Semester nach Schweden will, muss keine schwedischen Kurse machen (im Sommersemester gibt es mehr Auswahl bei den englischen Kursen), aber ich denke, dass es eine gute Erfahrung ist und man so eine Chance hat Schweden kennen zu lernen, was sonst ja bekanntlich nicht ganz so einfach ist. .... später mehr...

Freitag, 16.09.2005

Och nee

Das mit den Fotos klappt noch nicht so ganz, ich gebe mir Muehe, mich da noch reinzufuchsen. Leider habe ich auch keinen Internetzugang in meinem Zimmer, sondern sitze in der Bibliothek! Aber der Anfang ist geatn und nun gilt es nur noch ein guter und fleissiger logger zu werden.
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Der Anfang

Nachdem ich Oldenburg bei strömendem Regen verlassen habe und eine einigermaßen anstrengende Fahrt hinter mich gebracht habe, steht der Bus am Eurostop. Eurostop? Nicht Resecentrum? Nein, am Resecentrum halten nur die Inlandsbusse. Good to know... Gottseidank bin ich nicht allein. Ich habe mich getraut im Bus zwei Mädels anzusprechen, die etwas von Auslandssemester gefaselt haben und es war tatsächlich von einem Auslandssemester in Jönköping die Rede. An der ?Internationella Handelshögskolan?. Wir warten gemeinsam und treffen noch auf eine Niederländerin, die abgeholt werden soll- ich hingegen habe für den falschen Platz zur falschen Zeit meinen Pick-up-Service bestellt. Der Service wurde um 11 pm angeboten und ich musste feststellen, dass ich mir das irgendwie falsch gemerkt haben mit a.m. (after Mittag) and p.m. (pefore Mittag). Wir haben also auf den Abholer, David aus Vietnam, gewartet und gemeinsam den Bus zur Uni genommen. Dort haben wir weitere 3 ½ Stunden gewartet, bis das Accomodation Office geöffnet hat. (Es öffnet erst um drei!!!) Das war zwar sehr anstrengend, aber wir wurden immer mehr Exchange Students und lernten so gleich ein paar Leute kennen. Schicksal verbindet...

Irgendwann wurden dann die Türen des Accomodation Office geöffnet und wir bekamen unsere Schlüssel. Mexikaner sind übrigens Gentlemen, ich wurde vorgelassen.

Dann hatte ich meinen ?rum? und wurde nach Råslätt gebracht, wo ich nun in meinem Zimmer sitze und schreibe. Raslätt war ein sozialer Brennpunkt, den man nun zur ?studenterbostad? erklärt hat. Also gibt es hier Leute aller Nationen, viele Exchange Students, aber auch ein paar Schweden.

Mein Zimmer ist ein bisschen mitgenommen, denn hier haben immer Leute Fotos an den Wänden gehabt und wenn sie sie abgenommen haben, war dank Tesafilm die Tapete mit ab.

Gardinen gibt es auch nicht, aber ein Rollo ohne das man aber auch schnell zum Spanneropfer werden könnte. Die Fenster sind riesig und nicht gesichert, obwohl ich im 7. Stock wohne. Der Fahrstuhl geht übrigens auch öfter mal nicht....

Abends, nachdem ich mich um fünf zum Einkaufen bei Willy?s getroffen habe und danach schlafen gegangen bin, kam dann meine Mitbewohnerin. Salena aus Michigan. Sie war die erste, die auch an der Hälsohögskolan (so heißt die Fakultät für den Bereich der Gesundheits- und Sozialberufe) ist.

 

 

 Alle anderen studieren Business oder Engineering. Als ich mich wieder hingelegt habe, begannen dann die Comeback-Partys, die die ganze Nacht dauerten. Und das in der ersten Nacht... (Es lebe Oropax.)

Am nächsten Abend haben wir dann schon mitgefeiert. Wir waren tagsüber downtown und ich war sogar im Vättern (wichtig, man spricht ihn Wettern aus!!!) schwimmen. Mit einem anderen mutigen Deutschen.

Danach waren wir essen und noch mal die Uni angucken, Fotos machen und  dann in zurück in unsere neue Heimat. Bei ?Willy?s? haben wir Ali getroffen, den Partyking, der uns eingeladen hat. Und der Abend war definitiv ein Kulturschock. Hundert Leute in einer Dreizimmerwohnung, nebenan eine VIP-Wohnung für Nachschub an Alkohol und Drogen, anmutig tanzende Australierinnen, betrunkene Erasmusstudenten und wir mittendrin. Trotz einer kleinen Preparty mit Wodka-Ahoi, konnten wir nicht mithalten. Um zwölf ist uns die Luft ausgegangen und wir haben uns vom Acker gemacht ? aber die nächste Party startet schon heute und wir werden es erneut versuchen.

 

Der erste Unitag war spannend. Ich hatte keinen Plan für die Einführungswoche gekriegt und hätte nicht gewusst, was ich hätte tun sollen, wenn ich nicht Salena getroffen hätte. Wir sind zusammen losgezogen und ich habe mich erst mit Klas-Göran getroffen, meinem Kontaktdozenten. Er hat mir auf swenglisch erklärt, wann mein Kurs beginnt und was ich vorbereiten soll. Danach bin ich zu den anderen gestoßen. Wir waren 20 Austauschstudenten aus sechs Nationen. Die meisten sind hier, um ?Nursing? studieren, was in Schweden und z.B. auch in den USA ein Studium ist. Aus Deutschland bin ich an der ?Hälso? die einzige, bei den Wirtschaftlern sieht das Verhältnis aber ganz anders aus. Soziale Arbeit studiert außer mir auch keiner und es ist insofern ganz gut, dass ich den Kurs auf schwedisch mache, anders wäre es schwierig was zu finden.

Wer also Lust hat, ein Semester nach Jönköping zu gehen, dem sei das sehr ans Herz gelegt, doch wurde mir im Nachhinein erzählt, dass es zum Sommersemester bessere Chancen auf englische Kurse für den Bereich der sozialen Arbeit gibt.

 

Letzte Woche hat mein schwedischer Kurs begonnen. Es geht um Präventionsarbeit und Gemeinwesenarbeit. Dank vieler lieber schwedischer Mitstudentinnen und Hansi, einem deutschen Auswanderer, kann ich dem Seminar recht gut folgen. Es war auch entgegen aller Furcht nicht sonderlich schwer, Kontakt zu den Schweden zu finden. Ich war bereits zum Essen eingeladen und habe einen gemütlichen Abend mit einer Kommilitonin gemacht.

Im Zuge unseres Kurses steht auch ein Studienbesuch in Råslätt an, meinem Wohngebiet...

 

Da das Studium hier doch recht anders verläuft und es oft mehr darum geht zu Hause zu lesen und dann einige Stunden in der Woche in der FH zu verbringen, weiß ich manchmal nicht recht wohin mit der Energie und bin deshalb auf der Suche nach einem Praktikumsplatz. Vermutlich werde ich in einer der zahlreichen Vorschulen anfangen, das ist glaub ich sprachlich ganz gut und macht auch noch Spaß.

 

Es gibt hier auch ein ganz tolles System, dass jedem Austauschstudenten eine Kontaktperson, die hier studiert, zur Seite stellt. Meine Kontaktperson heißt Sanna, ist ursprünglich aus Finnland und ein echter Glücksgriff. Wir verstehen uns gut, haben uns schon drei mal getroffen und reden viel schwedisch.

 

Am Wochenende waren wir in der kleinen Stadt Gränna, die bekannt für die rot-weißen Bonbons ist. Der Ausflug dahin ist sehr empfehlenswert und ich kann nur jedem empfehlen, von da aus mit der Fähre nach Visingsö zu fahren und die Insel per Rad zu erkunden:

 

 

Auf der Busfahrt nach Gränna sieht man dann auch endlich das Astrid-Lindgren-Småland mit kleinen roten Häuschen und allem was dazu gehört.